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Auswertung der überregionalen „no g20″-Kampagne

Demo Am 5. November 2011 fand in Freiburg eine antikapitalistische Demonstration anlässlich des G20-Gipfels im französischen Cannes statt. Rund 800 Menschen beteiligten sich an der Aktion, die schon Wochen im Vorraus überregional und vielfältig beworben wurde. Wir haben versucht hier im Dreiländereck eine Demo mit internationalistischem und klassenkämpferischem Charakter zu organisieren. Neben dem Protest auf der Straße war uns auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Akteuren und Strukturen der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer sehr wichtig. Wir wollten aufklären über die Hintergründe dieser Treffen, die Krise des kapitalistischen Systems und die Auswirkungen der Politik des Zusammenschlusses „G 20″. Vor allem aber wollten wir die Angesprochenen ermutigen, ihre Zukunft selbst zu gestalten, zusammen mit anderen aktiv zu werden für eine Welt jeseits der kapitalistischen Realität.

Mit dieser Auswertung der antikapitalistischen Kampagne gegen den G20-Gipfel wollen wir unseren Reflektions-Prozess transparent machen, auch wenn dieser Prozess nach knapp zwei Wochen natürlich nicht abgeschlossen sein kann.

Im Vorfeld

Am 3. und 4. November 2011 fand in der französischen Stadt Cannes der G20-Gipfel statt. Da die globalisierungskritische Bewegung in diesem Jahr zu dezentralen Aktionen aufgerufen hatte, nahmen wir dies zum Anlass in Freiburg eine antikapitalistische Demonstration zu organisieren. Das Ziel sollte sein, so viele Menschen wie möglich aus Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz, aber auch bundesweit zu mobilisieren und mit ihnen die Kritik an den herrschenden Zuständen auf die Straße zu tragen.

Dazu wurde ein Aufruf verfasst, übersetzt in türkischer, englischer und französischer Sprache. Andere Organisationen und Einzelpersonen hatten die Möglichkeit diesen Aufruf zu unterschreiben. So riefen letztendlich über 40 Unterstützer zu der Demonstration auf. Erfreulicherweise wurden sogar eigene Aufrufe mit Verknüpfung zur Thematik bspw. des Bildungsstreikbündnisses Freiburg verfasst. Es wurden Flyer, Plakate, Aufkleber und Aufrufe gedruckt, in unserer Stadt großflächig verbreitet und verschickt.

Ein weiterer zentraler Punkt der Kampagne war eine 16-seitige Broschüre, an deren Ausarbeitung die Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR), die Antifaschistische Linke Bühl-Achern (ALBA) sowie die Gruppe 76 Rastatt/Murgtal beteiligt waren. Außerdem wurde eine Präsentation erstellt, die es ermöglichte, dass in mehreren Städten Infoveranstaltungen stattfanden. So z.B. in Freiburg, Stuttgart, Düsseldorf, Mannheim und Gaggenau.

In den bürgerlichen Medien fand unsere Demonstration im Vorfeld, anders als danach, leider keine Beachtung. Einen ankündigenden Artikel gab es lediglich in der linken Tageszeitung „Junge Welt“. Über die Gründe können wir nur spekulieren. Zum einen kann es an der unzureichenden eigenen Pressearbeit gelegen haben, zum anderen aber natürlich auch am Desinteresse der bürgerlichen Medien an offensivem antikapitalistischem Protest. Bei den nächsten Aktionen wird dies herauszufinden sein.

Der Tag

Am Tag selber gab es dann in vielen Städten Zugtreffpunkte. Aus Stuttgart wurde eine gemeinsame Anreise mit dem Bus organisiert. Bereits um 13 Uhr fanden sich die ersten Demonstrationsteilnehmer am Platz der Alten Synagoge ein und im Laufe der Zeit wurden es immer mehr. Kurz vor 14 Uhr kam dann auch der Lautsprecherwagen. Die Verhandlungen mit der Polizei vor Ort verliefen trotz Nicht-Anmedlung der Demo recht unproblematisch. Nach ein paar Begrüßungsworten der Demo-Moderatoren und der Ansage der EA-Nummer folgten auch schon die ersten Redebeiträge.

Den Anfang machte eine Sprecherin der Antifaschistischen Linken Freiburg (ALFR). Anschließend hielten die Parti de Gauche (französische Schwesterpartei der Partei „DIE LINKE“) und der Revolutionäre Aufbau Schweiz jeweils einen Redebeitrag. Desweiteren wurden ein Grußwort des Protestbündnisses gegen Petersberg II, welches gegen die Afghanistan-Konferenz Anfang Dezember 2011 in Bonn mobilisiert, sowie eine Solidaritätserklärung für den in Haft sitzenden Stuttgarter Antifaschisten Chris verlesen.

Nachdem die Auftaktkundgebung beendet war, setzte sich die Demo mit 800 Teilnehmern in Bewegung. Viele Menschen trugen Fahnen oder hatten Transparente mitgebracht, auf denen antikapitalistische und antimilitaristische Parolen zu lesen waren. Auch die Fahnen einiger linker Organisationen und Parteien waren zu sehen (DKP, MLKP, KGÖ, ATIF, YDG, Partei „DIE LINKE“, Jugendverband „Revolution“). Demo-Beobachter des Arbeitskreises Kritischer Juristen (AKJ) begleitete den Zug. Lautstark ging es vom Platz der Alten Synagoge Richtung Süden in die Rempartstraße an der Uni-Mensa vorbei, durch das Martinstor über die Kaiser-Joseph-Straße zum Bertoldsbrunnen, wo die erste Zwischenkundgebung stattfand.

Hier wurden Passantinnen und Passanten nicht zuletzt durch zahlreiche Flugblätter auf das Anliegen der Demonstrierenden aufmerksam gemacht und hörten eine Rede der Roten Aktion Mannheim und Young Struggle zum Thema Kurdistan, sowie der Parti Communiste Francaise, welche ihren Beitrag sowohl auf französisch, als auch übersetzt auf deutsch hielt. Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter Richtung Siegesdenkmal und über den Friedrichsring zum Hauptbahnhof, wo die zweite Zwischenkundgebung stattfand.

Dort wurden abschließend Redebeiträge gehalten vom Bildungsstreikbündnis Freiburg, der Attac-Hochschulgruppe und der Partei „DIE LINKE“. Zusätzlich wurde spontan noch anderen Menschen und Gruppierungen wie bspw. der Occupy-Bewegung, ATIK oder bezüglich der Mobilisierung nach Wiesbaden zu Protesten gegen die Innenministerkonferenz, Gelegenheit gegeben ihre Anliegen zu thematisieren. Vom Bahnhof aus ging es weiter ins Grün, wo die Demonstration endete.

Demo Die Demonstration war laut und die Stimmung war durchgehend gut und kämpferisch. Die ganze Zeit über wurden antikapitalistische, internationalistische und antimilitaristische Parolen gerufen. Während der Demonstration wurden hunderte Flugblätter der Kampagne an die Passanten verteilt, welche diese zum großen Teil interessiert entgegen nahmen.

Nach der Demo gab es leckere vegane Volxküche von den Maulwürfen. Für Personen, denen wegen längerer Anreise eine Rückfahrt am selben Abend nicht möglich war, gab es danach das Angebot den Tag im SUSI-Café ausklingen zu lassen. Außerdem gab es dort zusätzlich noch eine Pennplatzbörse.

Fazit

Mit der Kampagne gegen die „G20″ gelang es uns, die Thematik bundesweit und darüber hinaus in der (revolutionären) Linken zu platzieren. Die große Nachfrage nach Infomaterialien hat uns überrascht und gefreut. Mit der Broschüre konnten wir Hintergründe, Analysen und Perspektiven zum Thema „G20″ verschriftlichen, drucken und so der Gegenbewegung zur Verfügung stellen. Für die kommenden Gipfel haben wir damit eine Grundlage in deutscher Sprache geschaffen.

Mit 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration lagen wir zwar einiges über unseren anfänglichen Erwartungen, dürfen mit den Zahlen jedoch nach der Dynamik der Mobilisierung und der großen Unterstützerliste nicht zufrieden sein.

Leider mussten wir feststellen, dass es an diesem Tag nicht möglich war eine breite Masse der Bevölkerung zu mobilisieren. Es waren Menschen aus verschiedenen Spektren der Linken und verschiedensten Organisationen anwesend, deren Anliegen in Freiburg ein Platz zum Ausdruck geboten war. Allerdings wurde es nicht geschafft die „normalen Bürgerinnen und Bürger“ die nicht sowieso schon politisiert sind auf die Straße zu bewegen.

Obwohl der Großteil der Menschen von den Folgen der Krise betroffen ist und die Empörung über Sozialabbau und weltweites Unrecht in der Bevölkerung wächst, ist sie im Moment für radikale Lösungen, die über Reformen hinausgehen, nur unzureichend empfänglich. Der Aufruf der sich nicht nur auf die Kritik an der G20 im Bezug auf aktuell diskutierte Bankenrettungspläne beschränkt, sondern darüber hinaus die soziale Revolution zur Überwindung des kapitalistischen Systems forderte, findet noch keinen Platz in der Vorstellung der Masse, wie ein besseres und gerechteres Leben möglich wäre. Die Aufgabe der Linken muss es bleiben, bzw. werden, unsere Mitmenschen von einer revolutionären Perpektive zu überzeugen.

Es ist uns desweiteren bei dieser Kampagne nicht gelungen das Thema „kapitalistische Krise“ und „revolutionäre Krisenlösung“ in Verbindung mit dem „G20-Gipfel“ ausreichend in der kritischen und anpolitisierten Bevölkerung zu platzieren, ebensowenig in den Gewerkschaften und bei den allgemein Unzufriedenen unserer Stadt. Die Demo hatte zudem einen zu geschlossenen Charakter, der es Außenstehenden, die offensichtlich mit dem Anliegen sympathisierten, nur schwer möglich machte, sich anzuschließen ohne „nur“ hinten mitzulatschen.

Ebenso gelang es uns nicht ausreichend, Aktivisten aus dem Umfeld der KTS und der Freiburger Freiraum-Szene zu mobilisieren, obwohl letzlich erfreulich viele Menschen aus dem libertären Spektrum von nah und fern an der Demo teilnahmen. In der Zukunft ist es die Aufgabe der revolutionären Linken in unserer Stadt, Gemeinsamkeiten im Sinne von Internationalismus, Antiimperialismus und Klassenkampf auszuloten und unnötige Spaltung zu vermeiden, aber auch Widersprüche klar aufzulösen.

Erfreulich hingegen die zahlreiche Beteiligung von Organisationen kurdischer und türkischer Genossen. So etwas gab es schon sehr lange nicht mehr in Freiburg und daran müssen wir unbedingt anknüpfen. Zusammen mit der Beteiligung von Organisationen aus der Schweiz und Frankreich konnten wir unser Ziel, mit einem internationalistischen Charakter durch die Stadt zu demonstrieren, erreichen.

Den Charakter getrübt hat wie so oft das Auftreten der Polizei. Durch ein Spalier im Vorderen Bereich der Demo und eine überzogende Ausrüstung mit Helm, Knüppel und Protektoren wurde den umstehenden Passanten eine Gefahr für die Öffentlichkeit suggeriert. Auch wenn wir unsere Demo unangemeldet und ohne jede Auflage durchsetzen konnten, nervt uns dieser Umstand ungemein. Wir haben keine Lösung parrat, diese gängige Praxis des Staates zu ändern und wollen auch nicht an ihn appelieren. Fakt ist aber auch, dass Zeiten kommen werden, in denen der antikapitalistische Protest Dimensionen annehmen wird, in denen Spaliere keinen Sinn mehr machen.

Schlussendlich bewerten wir die Kampagne als einen Erfolg für uns als organisatorischen Zusammenhang. Inhaltlich wie praktisch sind wir im Aufbau einer internationalistischen und klassenkämpferischen Bewegung in Freiburg ein ganzes Stück weitergekommen und konnten auch Akzente über unsere Stadt hinaus setzen. Daran müssen und werden wir anknüpfen.

Für internationale Solidarität und Klassenkampf!
Für einen revolutionären Aufbauprozess!

Presse: Junge Welt 4.11. | Junge Welt 7.11. | Radio Dreyeckland | BZ | SWR | Radio Regenbogen | TV Südbaden | Leserbrief BZ 16.11.

Kleiner Nachtrag

Mit großen Teilen der Freiburger Linken arbeiten wir solidarisch – teilweise punktuell, teilweise dauerhaft – gut zusammen, trotz mancher ideologischer Unterschiede.

Zuerst entsetzt, danach allerdings mehr und mehr belustigt haben wir daher die „Reaktionen“ auf unsere Demo bei Indymedia Linksunten zur Kenntnis genommen. Nachdem anonyme Observateure einen Demobericht noch vor unserem Bericht veröffentlicht hatten, wurde zuerst unter dem fremden Text, danach aber auch unter unserem Text systematisch gegen unseren organisatorischen Zusammenhang und die Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR) gehetzt. Dabei wurden nicht nur internes Wissen veröffentlicht, sondern auch in unsäglichem Stil Unwahrheiten verbreitet. Wir verurteilen diese neue Qualität der „Auseinandersetzung“ und fordern die anonymen Hetzer auf, mit uns in Kontakt zu treten, um eine inhaltliche Debatte zu führen. Alles andere ist Quark!

Demo Demo Demo
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Antikapitalistische Demo in Freiburg gegen die G20 ein Erfolg

Demo Am Samstag, 5. November 2011 protestierten 800 Menschen mit einer kraftvollen und entschlossenen Demonstration in Freiburg gegen den Gipfel der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer im französischen Cannes, der am Freitag Abend zu Ende gegangen war. Zu der Demo, die ohne Anmeldung durchgesetzt werden konnte, riefen über 40 Organisationen und Einzelpersonen aus dem linken politischen Spektrum, nicht nur aus Deutschland sondern auch aus Frankreich und der Schweiz, auf. Die Aufrufenden waren sich darin einig, dass die Politik der G20 nicht als Teil der Lösung der weltweiten Probleme wie Hunger und Krieg gesehen werden kann. Im Gegenteil, sie sind vorantreibende Akteure der weiteren Zuspitzung zwischen Arm und Reich.

Sophia Schäfer, Pressesprecherin der Kampagne „nog20 – Die Krise heißt Kapitalismus“ meint dazu:

„Wir konnten heute in Freiburg ein kraftvolles internationalistisches Zeichen gegen die kapitalistische Globalisierung und die politisch Verantwortlichen setzen.

Internationale Solidarität muss praktisch werden und das ist uns gelungen.“

Ein zentraler Bezugspunkt in den Reden, u.a. der Partei Die Linke, der französischen Kommunistischen Partei PCF oder des globalisierungskritischen Netzwerks Attac, war der Kampf der griechischen Bevölkerung gegen das Diktat von EU und IWF. Dieses beinhaltet, dass der griechische Staatshaushalt durch den Ausverkauf von Staatseigentum, nicht zuletzt an deutsche Banken und Konzerne, „saniert“ werden soll. Dazu hieß es im Redebeitrag der Antifaschistischen Linken Freiburg (ALFR):

„Die weltweite Durchsetzung des neoliberalen Kapitalismus macht gelebte internationale Solidarität notwendiger denn je. Die herrschende Klasse setzt alles daran diese Solidarität im Keim zu ersticken. Durch die ständige Hetze gegen ‚faule Griechen‘, die selbst Schuld an ‚ihrer Krise‘ hätten, soll von den gemeinsamen Interessen der Lohnabhängigen hier und in Griechenland abgelenkt werden. Denn das Erkennen dieser Gemeinsamkeiten kann eine Waffe sein und ist unabdingbar für die Verteidigung sozialer Errungenschaften und den erfolgreichen Kampf für eine revolutionäre Perspektive jenseits von Hunger, Ausbeutung und Krieg. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern sondern ausschließlich zwischen unten und oben.“

Nach der Demonstration, die durch die Freiburger Innenstadt lief und viele Menschen erreichen konnte, machten es sich ein großer Teil der Teilnehmer innen und Teilnehmer bei ausgezeichneter VoKü auf dem Grethergelände gemütlich.

Eine ausführliche Auswertung der Kampagne und weitere Fotos werden in einigen Tagen veröffentlicht.

Presse: Junge Welt | Radio Dreyeckland

Demo Demo Demo
Demo Demo Demo

Demo-Route für den 5.11.

Auftaktkundgebung Platz der Alten Synagoge >>
Platz der Universität Richtung Süden >>
links einbiegen in die Rempartstraße >>
links einbiegen in die Kaiser-Joseph-Straße >>
Zwischenkundgebung 1 Bertoldsbrunnen >>
links einbiegen in den Friedrichring >>
links einbiegen in die Bismarckallee >>
Zwischenkundgebung 2 Hauptbahnhof >>
links einbiegen in die Wilhelmstraße >>
Demo-Ende Wilhelmstraße/Belfortstraße

no g20 – infoletter #4

Hier erscheint der 4. und letzte Infoletter zur überregionalen antikapitalistischen Demonstration am 5.11. in Freiburg. Mittlerweile unterstützen über 40 Organisationen und Einzelpersonen den Aufruf, der in deutscher, französischer, englischer und türkischer Sprache veröffentlicht wurde. Das Freiburger Bildungsstreik-Bündnis und „Revolution Deutschland“ haben weitere Aufrufe verfasst. Auch ein anarchistischer Aufruf wurde auf Indymedia Linksunten veröffentlicht.

Nun freuen wir uns auf eine große und kämpferische Demonstration am Samstag in Freiburg, um ein klares antikapitalistisches und internationalistisches Zeichen zu setzen gegen die herrschenden Verhälnisse und für eine revolutionäre Perspektive jenseits von Hunger, Ausbeutung und Krieg.

EA & Infotelefon

Bei Demonstrationen kommt es immer mal wieder zu Festnahmen durch die Polizei. Aus diesem Grund gibt es auch am Samstag einen Ermittlungsausschuss (EA), der von Genossinnen und Genossen gestellt wird. Er hält Kontakt zu AnwältInnen und gewährleistet so, dass die Festgenommenen rechtzeitig einen Rechtsbeistand zur Seite gestellt bekommen. Solltet ihr Festnahmen beobachten, ruft den EA an und gebt Name und Wohnort der Betroffenen an.
Die EA-Nummer für den Tag lautet: 0761 – 409 72 51

Ab 9:00 Uhr schalten wir ein Infotelefon. Wenn es Probleme bei der Anreise und sonstige Fragen gibt, dann könnt ihr euch dort melden. Die Nummer lautet: 0174 – 532 78 73

Anreise

Aus vielen Städten in BaWü und darüber hinaus gibt es eine organisierte Anreise mit Bus und Bahn. Auch aus der Schweiz und Frankreich werden Genossinnen und Genossen an der Demonstration teilnehmen. Sagt uns bescheid, wenn euer Zugtreffpunkt noch veröffentlicht werden soll.

Ablauf

Die Demo wird um 14 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge (google maps) mit einer Auftaktkundgebung starten. Der Platz liegt zwischen Universität und Stadttheater und ist ca. 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Es wird neben Musik einige Redebeiträge und Grußwörter geben. Danach wird die Demo durch die Innenstadt ziehen und zwei weitere Zwischenkundgebungen abhalten.

Der Zug endet „Im Grün“ Ecke Adlerstraße/Belfortstraße. Dort auf dem Grethergelände wird es VoKü geben und im Strandcafé ist bis 20:30 Uhr Platz zum Ausspannen.

Die genaue Demo-Route werden wir im Laufe des Freitags veröffentlichen.

Aftershow

Ab 21 Uhr werden wir für euch das SUSI-Café (Vaubanallee 2a) im Stadtteil Vauban öffnen. Dort gibt es dann bis ca. 1 Uhr Kneipe mit kühlen Getränken, netten Gesprächen und unglaublich guter Musik. Zudem ist dort auch die Pennplatzbörse für Auswärtige. Bringt unbedingt Schlafsack und Isomatte mit.

Für alle, die die Nacht durchmachen wollen, gibt es auch die Möglichkeit in der KTS (Baslerstr. 103) zu feiern. Dort findet ab 22 Uhr eine Elektroparty statt.

Und sonst so

Die Broschüre „Die Krise heißt Kapitalismus“, die im Rahmen der Mobilisierung erschienen ist, könnt ihr weiterhin bei uns bestellen. Wir verschicken sie gegen Versandkosten in die ganze Welt. Das restliche Mobi-Material ist restlos vergriffen.

Der Herbst bleibt heiß. Am 17. November 2011 findet bundesweit und auch in Freiburg wieder ein Bildungsstreik statt. Achtet auf Ankündigungen!

Im Dezember dann alle auf nach Bonn gegen die Afghanistan-Kriegskonferenz der NATO. U.a. findet dort am 3. Dezember 2011 eine bundesweite Großdemo statt. Aus Freiburg und anderen Städten in BaWü werden Busse dorthin fahren. Alle Infos findet ihr auf der Sonderseite zur BaWü-Mobilisierung.

no g20 freiburg

Aufruf von „Revolution Deutschland“

NO G20 – Die Krise heißt Kapitalismus!

Nach dem G8 Gipfel in Deauville im Mai diesen Jahres wollen sich diesen November die G20 im französischen Cannes treffen. Dahinter verbergen sich die Staatsoberhäupter der 20 wirtschaftlich stärksten und damit mächtigsten Staaten der Welt. Zusammen mit Vertreter_innen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank werden bei diesem Treffen „die Probleme der Welt“ diskutiert. Dabei geht es aber nicht um die Befriedigung der Bedürfnisse der Weltbevölkerung. Es geht vielmehr um die Aufteilung der Welt. Es geht darum, welche kapitalistischen Staaten auf Kosten anderer weiterhin ihre Profite machen können.

Die aktuelle Krise zeigt das deutlicher denn je. Während die G20-Staaten die Probleme des Kapitalismus nicht lösen können, versuchen sie die Probleme auf schwächere Staaten, letztlich deren arbeitende Bevölkerung, Jugendliche und Arbeitslose, abzuwälzen. Das beste Beispiel dafür innerhalb der EU ist momentan Griechenland. Denn Griechenland soll nicht gerettet, sondern unter Kontrolle insbesondere von deutschen Unternehmen und Banken innerhalb der EU stabilisiert werden, damit ihre Profite weiter sprudeln. Wie bereits 2009 sind wir es, die dafür in Form von Sparpaketen, Rettungsschirmen und europaweiten Entlassungen zahlen sollen. Solche Auseinandersetzungen finden global statt und sie werden innerhalb der G20 diskutiert.

Wir wollen den Herrschenden kein Podium bieten, auf dem sie diskutieren können, wie wer uns weiterhin ausbeuten darf. Deshalb rufen wir zur gemeinsamen Mobilisierung gegen den G20-Gipfel in Cannes und zur Teilnahme an der überregionalen „NO G20“ – Demonstration am 05.11.2011 in Freiburg auf!

Keine Appelle, sondern Widerstand!

In der Vergangenheit appellierten NGO´s wie Greenpeace, Netzwerke wie Attac, Gewerkschaften und sozialdemokratische Parteien wie die SPD oder die Linkspartei immer wieder an das Gewissen von G8 oder G20. Diese Appelle weckten die Illusion, dass die Welt innerhalb des Kapitalismus, gemeinsam mit den Herrschenden der G-Staaten, grundlegend zu verbessern wäre.

Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass unsere Rechte und Interessen nur gegen sie mit massivem Widerstand verteidigt werden konnten. Streiks, Demonstrationen und Besetzungen waren erfolgreiche Mittel. Appelle hingegen demoralisierten unsere Bewegung indem sie erfolglos blieben.

Auch wenn wir die Politik der obengenannten Organisationen nicht teilen, sehen wir die Notwendigkeit im gemeinsamen Widerstand gegen die Folgen der Krise und ihre Verursacher_innen. Gerade in der Krise, wo die Herrschenden zerstritten sind (abgesehen von der Einigkeit, dass wir für ihre Krise zahlen sollen) muss die Jugendbewegung gemeinsam mit der Arbeiterklasse und ihren Organisationen Einigkeit in der Aktion zeigen. Diese Aktion muss aber vor allem gegen die sozialen Angriffe, Umweltzerstörung und Kriege, sowie ihre Verursacher gerichtet sein. Die Vertreter der G20 repräsentieren das 1 %, auf das die Occupy-Bewegung jetzt aufmerksam macht. Sie wollen nicht gemeinsam mit uns die Welt verbessern – Sie wollen sie gegen unseren Willen ausrauben!

G20 – nicht verbessern, sondern stürzen!

Für uns als revolutionäre Jugendorganisation geht es darum, die G20 und den globalen Kapitalismus zu stürzen. Die heutigen Probleme können nicht von den G20-Staaten, der EU, den USA oder anderen imperialistischen Vereinigungen oder Staaten gelöst werden. Es ist keine Frage des Willens. Es ist eine Frage des Systems.

Wir wollen die Krise zugunsten der Arbeiterklasse, der Jugend – letztlich der 99% – lösen. Das kann aber nur zuungunsten des Kapitals geschehen. Ihre Macht, ihre Staaten, müssen zerschlagen werden.

Was wir wollen ist echte Demokratie – in Räten organisiert.
Was wir wollen ist eine demokratische Planwirtschaft.
Was wir brauchen ist die sozialistische Revolution – international!

Noch scheinen diese Ziele in weiter Entfernung. Doch der arabische Frühling, Bewegungen wie Occupy oder Großmobilisierungen, Besetzungen und Generalstreiks in ganz Europa können der Keim für die proletarischen Revolutionen von morgen sein. In den Bewegungen gegen die sozialen Angriffe, Entlassungen, Kriege und Hunger müssen wir Geschlossenheit in der Aktion zeigen – Gewerkschaften, reformistische Parteien, Anarchist_innen und Kommunist_innen müssen Seite an Seite kämpfen. Die Perspektive für diese Bewegungen kann aber nur im Sturz des Kapitalismus bestehen – einem revolutionären Programm, das von Kommunist_innen zum Aufbau einer neuen kommunistischen Internationale genutzt wird, die dieses Ziel erreichen kann!

Unser Krisenprogramm ist deshalb:

• Zahlt eure Krise selbst – keine Bankenrettungen, Subventionen für Unternehmen etc. auf Kosten der Jugend, der Arbeiterklasse und der einfachen Bevölkerung!
• Gegen Lohnkürzungen, Entlassungen und Werksschließungen – Für die Verstaatlichung von Betrieben, die solche Maßnahmen durchsetzen wollen – unter Arbeiter_innenkontrolle!
• Stoppt die Sparpakete, Schluss mit Sozialkahlschlag und Bildungsabbau! Stattdessen: Für ein Programm gesellschaftlich nützlicher Arbeiten, wie dem Ausbau des öffentlichen Nah -und Fernverkehrs und regenerativer Energien, sowie dem Bau neuer Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Freizeit- und Kultureinrichtungen! Bezahlt werden soll das aus dem Reichtum und den Profiten der Kapitalist_innen!
• Stoppt die imperialistischen Kriegseinsätze – Truppen raus aus Afghanistan, Kosovo, Irak und Libyen!
• Schluss mit dem Ringen um Profite über Spekulationen – Verstaatlichung des Bankenwesens zu einer Zentralbank unter Arbeiter_innenkontrolle!
• Lasst uns für diese Forderungen und gegen die Angriffe des Kapitals und der G20 kämpfen – für Massenmobilisierungen von Gewerkschaften, Arbeiterparteien und Linken gegen die Krise, international! Für die internationale Koordination von Besetzungen und Generalstreiks!

www.onesolutionrevolution.de

no g20 – infoletter #3

Hier erscheint der 3. Infoletter zur überregionalen antikapitalistischen Demonstration am 5.11. in Freiburg. Das Mobimaterial für die Demo ist nun vergriffen, die Broschüre (Download 10,5 MB) angekommen. Sie wird nun an Infoläden, politische Gruppen und Projekte verschickt. Wenn ihr auch Exemplare wollt, dann schreibt uns eine Mail. Letzte Woche wurde ein Interview bei Radio Dreyeckland gesendet. Die Mobi läuft gut, in 11 Tagen ist es dann soweit!

Aufrufe:
Den Aufruf gibt es jetzt auf deutsch, englisch, französisch und türkisch. Er wird von über 30 Gruppen und Einzelpersonen unterstützt. Meldet euch bei uns, wenn auch ihr ihn unterschreiben wollt. Das Freiburger Bildungsstreik-Bündnis hat zudem einen eigenen Aufruf verfasst.

Infoveranstaltungen:
Infoveranstaltungen gab und gibt es in Freiburg, Düsseldorf, Stuttgart, Gaggenau und Mannheim. Weitere sind geplant. Eine Powerpoint-Präsentation könnt ihr auf Anfrage erhalten.

Soliparty:
Am kommenden Samstag, 29.10.2011, findet im White Rabbit am Siegesdenkmal ab 21 Uhr eine Soliparty für die Antifaschistische Linke Freiburg statt mit unglaublich guter Musik, Soli-Cocktail und Infostand, um u.a. die Demo-Kosten zu decken. Kommt vorbei und tanzt für einen guten Zweck. Eintritt: 4 €

Anreise:
Aus Stuttgart wird ein Bus nach Freiburg fahren, ebenso gibt es eine organisierte Anreise aus NRW, Hamburg, Nürnberg und ganz BaWü. Auch aus der Schweiz und Frankreich wird zur Demo mobilisiert. Mehr Infos gibt es hier.

Nach der Demo wird es VoKü geben und einen Platz zum Ausspannen. Wenn ihr Schlafplätze in Freiburg braucht, dann schreibt uns bitte rechtzeitig eine Mail.

Und sonst so:
Wir wollen auch auf die „Recht auf Stadt“-Demonstration in Freiburg am kommenden Samstag, 29.10.2011 hinweisen. Los geht es um 14 Uhr am Bertoldsbrunnen. Für eine so­zi­al-​ge­rech­te und öko­lo­gi­sche Per­spek­ti­ve!

Desweiteren solltet ihr euch das 1. Dezember-Wochenende vormerken. Da findet in Bonn eine Kriegskonferenz statt, um über den weiteren Afghanistan-Kriegseinsatz zu beraten. Am 03.12.2011 findet darum in Bonn eine bundesweite Großdemonstration dagegen statt. Aus Freiburg und anderen Städten in BaWü werden Busse dorthin fahren. Mehr Infos

No G20 – The crisis is capitalism

After the G8 summit in the French town of Deauville back in May 2011, the governmental and financial leaders of the 20 most powerful industrialized and emerging countries now want to meet in Cannes. Together with representatives of the International Monetary Fund (IMF) and the World Bank (WB) the leaders of the “Group of 20“ (G20) will sit at one table to coordinate global “crisis response“ in the form of welfare cuts, austerity and imperialist interventions.

The crisis is capitalism

The crisis is far from over. Greece, Ireland and Portugal seem to be as good as bankrupt and are dependent on being “rescued“ by the IMF, the ECB and the EU. But especially in Greece it is becoming apparent what this dependance means for the people. The country’s sellout is in full swing. As part of the privatization policy former state sectors are being sold out to foreign investors, German ones being among them. Fought for social standards are being withdrawn, retirement age is being increased, wages are falling. The redistribution of wealth from bottom to top that can be witnessed in Greece in an extreme form is on the agenda all over the world.

Especially in Germany the degradation of the welfare state continues – benefits are being reduced, the labor market is being “flexibilized“, which for many people means nothing more than unemployment and social decline. The basic needs of people are being sacrificed to continue enforcing the profit interests of the financial and economic sector. This socialization of losses is being accompanied by a privatization of profits. That means less money for education, social security and health care while billions of public funds are being spent on so-called rescue packages. The FRG not only consistently enforces this policy in their own country, for example through Agenda 2010, but in this matter takes a leading role in Europe.

The G20 are obviously not interested in improving the living conditions of the wage dependent people. Much rather the financial crisis serves as legitimation for social degradation and the cutting of benefits with the goal of optimizing the objective conditions of capitalist exploitation. The needs of the people play no role in capitalism. And the things that mean unstable employment or joblessness and with that social exclusion for us, mean famine, disease and death in the Tricont and in parts of the emerging nations.

War on War

The agenda of the G20 no longer just contains economic issues. A common “security policy” is a topic of interest as well. Due to the triumph of neoliberal globalization that has been progressing since the ’80s and has been accelerated by the elimination of systematic competition, cases of military intervention being used to enfore geostrategic and economic interests are increasing. On the one hand, this shows that with the aid of institutions like the IMF and World Bank, global economies are being restructured in accordance to Western interests. And example of this can be seen in the way the FRG and France are dictating Greece’s budget reorganisation, or in the assertion of free trade zones in many parts of the Tricont.

On the other hand, direct military intervetions and the installation of puppet regimes are gaining importance. In Iraq, Afghanistan and Libya it is becoming apparent that these missions are not about the protection of human rights and democracy, but about securing resources and developing new markets with the desirable side effect of boosting the defense industry, with corresponding consquences for the local population.

International solidarity has to become practical

Ever since the G8 meetings have started having trouble legitimizing their existence, partly due to the summit protests of the anti-globalization movement, they are beginning to be superseded by the G20. It is a popular claim that the question of legitimacy is now no longer an issue, since G20 allegedly represents 2/3 of the world population. In essence, however, it is the governments of rich capitalist countries who hold a place at the table and act in the interest of the ruling class, not in the interest of 2/3 of the world’s population.

The global implementation of neoliberal capitalism makes actual international solidarity more important than ever before. The ruling class is doing everything it can to smother this solidarity. By way of constant agitation against the “lazy Greeks” who are to blame for “their crisis”, attention is being diverted from the common interests of wage earners here as well as in Greece. For the recognition of these similarities can be a weapon that is indispensable for the defense of social achievements and the successful fight for a revolutionary perspective beyond hunger, exploitation and war. Our solidarity must be toward the class struggles around the world that are fighting against imperialist influence.

Against G20 on the streets of Freiburg

This year, unlike i.e. during the G8 summit of 2007 in Heiligendamm, or the NATO summit of 2009 in Strasbourg and Kehl, no large, central summit protests are being held in France. Instead, we are heeding the call of the anti-globalization movement for decentralized campaigns – on the 5th November 2011, we will loudly protest prevailing conditions on the streets of Freiburg . Take part in the demonstration and take action against for a world without exploitation and war.

Download PDF

Interview auf Radio Dreyeckland

Im französischen Cannes tagen am 03. und 04. November 2011 die Staats- und Regierungschefs der 20 reichsten Länder. Vor Ort sind Demos angekündigt, doch auch in ein paar anderen Städten soll es Proteste geben. So auch in Freiburg. Ringo und Martin von der Antifaschistischen Linken Freiburg (ALFR) berichten von der, für den 05.11.2011 geplanten No-G20-Demo. Thematisiert wird in dem Interview auch die derzeit etwas stille globalisierungskritische Bewegung und die Echte Demokratie Jetzt/Occupy-Demonstrationen der vergangenen Monate.
Einen Reader zur Demo, den Aufruf, Termine von Informationsveranstaltungen und weitere UnterstützerInnen der Demo gibt es auf der Homepage: www.no-g20.tk

Anhören (Länge: 12.24 min) / Download (11,3 MB)


Bus aus Stuttgart

Das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) Stutgart organisiert eine gemeinsame Busfahrt von Stuttgart nach Freiburg am Samstag, den 05.11.2011 um 10:00 Uhr. Karten gibt es ab sofort im Linken Zentrum Lilo Herrmann, Böblingerstraße 105, 70199 Stuttgart (U1, U14 Haltestelle Erwin Schöttle Platz).

Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Stuttgart
Mi. 26.10.2011 | 19 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann

Broschüre: „Die Krise heißt Kapitalismus!“

Broschüre no g20Auseinandersetzung zur Rolle der G20 -
Akteure, Hintergründe und Gegenbewegung

Im Oktober 2011 erschien in Rahmen der Mobilisierung zur überregionalen antikapitalistischen Demonstration am 5.11. in Freiburg eine Broschüre zur Thematik. Auf 16 Seiten wird die Rolle der G20 beleuchtet, die Auswirkungen dieser Politik und die Gegenbewegung skizziert.

Die Krise heißt Kapitalismus. Anders als es versucht wird darzustellen, ist die Krise längst nicht vorüber. In ihr verschärfen sich die Widersprüche zwischen Lohnarbeit und Kapital und bringen so die wahre Aggressivität des Kapitalismus in seinem ganzen Ausmaß ans Licht. Soziale Errungenschaften werden konsequent zurückgeschraubt, die
Privatisierung in vielerlei Bereichen schreitet weiter voran. In den so genannten „Drittweltländern“ geht der Kapitalismus Hand in Hand mit Hunger, Ausbeutung und Tod. Hinzu kommt eine aggressive Kriegspolitik der NATO-Staaten. Kriege in Libyen, dem Irak oder in Afghanistan werden nicht zum Schutz oder zur Wahrung der Menschenrechte geführt, sondern einzig und allein aus Profitinteressen.

In Zeiten in denen die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus stärker zu Tage tritt braucht die herrschende Klasse Institutionen, mit denen sie versucht Krisen und Erschütterungen des globalen Marktes zu verwalten. Aus diesem Grund nahm die Bedeutung aller Art von Gipfeltreffen, bei denen sich die herrschende Klasse der Industrieländer an einen Tisch setzt, um die Welt untereinander aufzuteilen und Ausbeutung zu organisieren, in den letzten Jahrzehnten zu. Durch die anhaltende Legitimationskrise der G8, welche als zu offensichtlich undemokratisch wahrgenommen wurde und die Notwendigkeit der Industriestaaten ihre ausbeuterische Politik auch in Schwellenländern mit hohem Wirtschaftswachstum zu koordinieren, wird die G20 das vorrangige Instrument mit dem versucht wird die Welt im Sinne des Kapitals zu strukturieren.

Doch auch dem Protest und Widerstand gegen Institutionen, die Hunger, Kriege und Ausbeutung verwalten und organisieren kommt in Zukunft wieder eine größere Bedeutung zu. Uns als Kommunisten und revoulutionären Linken kann nicht daran gelegen sein, an diese Institutionen zu appellieren und reformistische Forderungen zu stellen. Es ist unsere Aufgabe, uns im Sinne der internationalen Solidarität und des Klassenkampfes entgegenzustellen. So soll diese Broschüre die Folgen der kapitalistischen Globalisierung aufzeigen und zum Widerstand dagegen mobilisieren.

Broschüre „Die Krise heißt Kapitalismus!“ als PDF [10,5 MB]

Herausgeberinnen:
Kampagne „no g20 – Die Krise heißt Kapitalismus“
Kontakt: www.no-g20.tk | no-g20@riseup.net
Auflage: 750 Exemplare | Selbstkostenpreis
Bezug über www.no-g20.tk
Erscheinungsdatum: Oktober 2011

Erstellt von:
Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR)
Antifaschistische Linke Bühl-Achern (ALBA)
Gruppe 76 Rastatt/Murgtal

G 20′ye hayır! Krizin adı kapitalizm!

Mayıs 2011′de fransız Deauville şehrinde gerçekleştirilen G8 zirvesinden sonra şimdi de Kasım‘ın başında fransız Cannes şehrinde en güçlü ve etkili 20 gelişmiş ve gelişmekte olan devletlerin bakanları ve sermaye sahipleri tekrardan buluşmayı planlıyorlar. İMF ve Dünya Bankasının temsilcileri ile bir araya gelecek olan 20′lerin grubu, yani G20, sosyal yıkım, tasarruf paketleri ve emperyalist saldırganlığının yöntemleri ile krizi aşmanın yollarını arıyacak.

Krizin adı kapitalizm

Kriz daha aşılmadı. Yunanistan, İrlanda ve Portekiz batmak üzereyken İMF, Avrupa Merkez Bankası ve AB tarafından “kurtarılmayı” bekliyorlar. Fakat Yunanistan‘a baktığımızda bu bağımlılığın ne anlama geldiğini görebiliriz. Ülke gün be gün daha fazla satılmakta. Özelleştirme politikasının bir parçası olarak daha önce kamulaştırılmış alanlar yabancı yatırımcılara, ve tabikiyle alman yatırımcılarına, satılmakta. Daha önce kazanılmış sosyal haklar geri alınmakta, emeklilik yaşı yükseltilmekte, maaşlar düşmekte. Zenginliklerin aşağıdan yukarıya yeniden paylaşılmasına Yunanistan‘ın her yerinde tanık olmaktayız.

Almanya‘da da sosyal devletin yıkımına tanık oluyoruz. Hizmetlerin gasp edilmesinden, iş pazarının daha da “esnekleştirilmesine” varana kadar; insanların büyük bir çoğunluğu bu terimlerle işsizliği ve sosyal inişi yaşıyor. İnsanların temel ihtiyaçları finans ve sermaye sektörünün kâr çıkarları uğruna gözden çıkartılmakta. Zararın bedeli topluma ödetilirken kazançlar özelleştirilmekte. Bu; eğitime, sosyal güvenceye ve sağlık sistemine ayrılan paralar kısıtlanırken ve kamû alanına ait paralarının kurtarma paketleri diye adlandırılırken özünde ülkelerin borçlandırılması anlamına gelmekte. Almanya bu politikasını “Agenda 2010” reformuyla sadece kendi ülkesinde yürürlüye geçirmekle kalmamakta aynı zamanda Avrupa‘da öncü pozisyonuna bürünmekte.

G 20′lerin işçi sınfının yaşam koşullarını düzeltme gibi bir hedefinin olmadığı bariz bir şekilde ortada. Tam aksine sermayenin değerlendirme koşullarını yaratmada, kriz; kısaltmaları ve sosyal yıkımı meşrulaştırmanın bahanesi. Kapitalist sistemde insanların ihtiyaçları hiç bir önem taşımıyor egemenler açısından. Bizde kötü iş koşulları ve işsizlik sonucu sosyal dışlanma söz konusu iken, geri bıraktırılmış ülkelerde bu koşullar açlık, hastalık ve ölüm anlamına geliyor.

Savaşa savaş

G 20′lerin toplantı gündeminde ekonomik soruların yanı sıra aynı zamanda “güvenlik politikası” da konu alınıyor. 80′li yıllarda başlayan ve sistem yarışının sona ermesi sonucunda hızlanan neoliberal küreselleşmenin gerektirdiği geostratejik ve ekonomik çıkarların sağlanması askeri müdahaleleri arttırmakta. Bu durum bir yandan kendini dünya çapındaki farklı ekonomi alanlarının İMF ve Dünya Bankasının yardımıyla Batının çıkarlarına göre tekrardan yapılandırmasında belirgin ediyor. Bunu örneklendirmek gerekirsek; şu aralar Almanya ve Fransa Yunanistan‘a bütçesini nasıl ve neye göre şekillendirmesi gerektiğine dair talimat vermekteler. Bu noktada aynı zamanda Asya, Afrika ve Latinamerika‘nın geri bıraktırılmış ülkelerinde yürürlüğe geçirilmek istenen serbest ticaret bölgesi uygulamasını örnek olarak gösterebiliriz.

Diğer yandan fiili askeri işgaller ve kukla devletlerinin inşası git gide önem kazanmakta. Irak, Afganistan ve Libya‘da yaşananlar oralarda yürütülen savaşların insan haklarını ve demokrasiye korunma savaşlarının olmadığının göstergesidir. Tam aksine hedef var olan kaynakların sahibi olabilmek ve yeni pazarlar elde etmek, yanı sıra iç askeri endüstrisini canlandırmak, bundan en fazla nasibini alanda oralarda yaşayan halklar olmakta.

Uluslararası dayanışma pratikleşmeli

G8 zirveleri küreselleşme karşıtı eylemler sonrasında meşruluklarını yitirmekteler ve bu nedenle de G 20′ler onların yerini almakta. Böylece, yani G 20′lerin dünya halklarının üçde ikisini temsil etmekle, meşruluk sorununun ortadan kalktığını iddia etmekte egemeler. Fakat özünde bir şey değişmemiştir, masaya halen zengin kapitalist ülkelerin devlet bakanları oturmakta ve ezen sınıf adına hareket etmekte, onların çıkarlarına göre karar almaktalar. Neoliberal kapitalizmin dünya çapında hayata geçirilmesi uluslararası dayanışmayı zorunlu kılıyor. Hakim sınıflar bu dayanışmayı bastırmak için her türlü yöntemi kullanıyorlar. Var olan krizden sorumlu tutulan “tembel Yunanlılar” gibi kışkırtıcı söylemlerle burdaki ve Yunanistan‘daki ezilenlerin ortak çıkarları göz ardı edilmeye çalışılınıyor. Ortak yanların görünmesi sosyal hakların korunmasında ve açlığın, sömürünün ve savaşların olmadığı devrimci bir perspektif yaratma mücadelesinde bir silaha dönüşebilir. Dünya çapında emperyalist saldırganlığa karşı mücadele için de olan sınıf mücadeleleri ile dayanışma içindeyiz.

G20′lere karşı Freiburg‘a yürüyüşe!

Bu sene 2007′de Heiligendamm‘daki G8 zirvesinde olduğu gibi veya 2009′da Strazburg ve Kehl‘de hazırlanan zirve buluşmalarına ilişkin merkezi eylemler örgütlenmemekte. Bizler küreselleşme karşıtı hareketinin farklı yerlerde eylemler örgütleme çağrısına uyuyoruz ve bu yüzden de 5 Kasım‘da 2011′de Freiburg‘da var olan koşullara karşı sesli ve kararlı bir şekilde eylemimizi gerçekleştirmek istiyoruz. Hem yürüyüşe hemde sömürünün ve savaşların var olmadıgı bir dünyanın mücadelesine katılın.

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Soliparty für die Antifaschistische Linke Freiburg

Soliparty 2011Die Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR) lädt am 29. Oktober 2011 ins White Rabbit ein zu einer Feierei mit unglaublich guter Musik, kühlen Getränken und lecker Soli-Coktail. Politische Arbeit kostet Geld! Zur Unterstützung antifaschistischer Arbeit und weiterer Projekte wie die „NoG20-Demo“ am 5.11. in Freiburg, wollen wir euch tanzen sehen!

An den Plattentellern stehen UNVILLE, Don Kanalie (Bassblüten/Dorfpunkx) und Martin van Morgen (Bassblüten/Dorfpunkx) und garantieren euch wie immer eine hammer Party. UNVILLE wird zur Einstimmung feinen Dubstep, UK-Funky und Minimal zum Besten geben. Anschließend werden euch Don Kanalie (Bassblüten/Dorfpunkx) und Martin van Morgen (Bassblüten/Dorfpunkx) mit deftigem Tech House, Bad Ass Techno und Minimal einheizen und zum schwitzen bringen. Wer hier nicht tanzt, der ist zu Hause.

Kommt in Scharen und rockt die Bude mit uns bis in die Morgenstunden.

Sa. 29.10.2011 | 21 Uhr | White Rabbit Club
Fyler: Vorderseite | Rückseite

Aufruf des Freiburger Bildungsstreik-Bündnis

„Streik heißt die Devise! Wir zahlen nicht für eure Krise!“

Das Freiburger Bildungsstreikbündnis ruft alle Schüler_Innen, Student_Innen und Azubis dazu auf, sich am 05.11.2011 an der überregionalen Demonstration „no g20 – Die Krise heißt Kapitalismus“ zu beteiligen. Anfang November treffen sich im französischen Cannes die Regierungs- und Finanzchefs der 20 wirtschaftlich mächtigsten Nationen, um deren weltweite Politik auf ein weiteres Jahr miteinander abzustimmen. Dieses Treffen findet aber nicht nur mit „demokratisch gewählten“ Vertreter_Innen dieser Nationen statt. Nein auch Vertreter_Innen des internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank werden die politischen Entscheidungen maßgeblich mitbestimmen.

Was hat dies nun mit Bildungspolitik zu tun?

Seit 2008 gingen jedes Jahr tausende Schüler_Innen, Student_Innen und Auszubildende auf die Straße um für ein solidarisches, und gebührenfreies Bildungssystem sowie für gerechte Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu demonstrieren. Trotz des enormen Drucks auf die Regierung, hat sich kaum etwas gebessert und die Situation verschärft sich weiter: Die Hochschulen erwarten durch doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht tausende neue Student_Innen. Überfüllte Hörsäle und immer knapper werdender, bezahlbarer Wohnraum werden die Folge sein. In den Schulen sind die Schüler_Innen weiterhin mit sozialer Selektion und dem Turbo-Abi konfrontiert, auf dem Ausbildungsmarkt ist eine Übernahme für Azubis alles andere als garantiert und die Bezahlung der billigen Arbeitskraft Azubi lässt auch sehr zu wünschen übrig.

Die Bildungsproteste in Deutschland in den vergangenen Jahren waren eine der größten Protestbewegungen in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland. Dabei verstehen wir uns als Teil einer weltweiten Jugend-Bewegung die in den letzten Wochen, Monaten und Jahren gegen soziale Ungerechtigkeit auf die Straße ging, sei es bei den Revolutionen in Nordafrika, oder bei den Sozialprotesten in Griechenland, Spanien, England, Israel oder Chile. All diese Bewegungen hängen miteinander zusammen. Sie eint nicht zuletzt die kritische Haltung gegenüber dem kapitalistischen System. In diesen Bewegungen stellt die Jugend sehr häufig wichtige treibende Kraft. Weltweit wehren sich die Menschen gegen dieses System, welches Minderheiten auf Kosten der verarmenden Mehrheit bereichert, Krieg und Umweltzerstörung vorantreibt und verursacht. Dieses System versucht natürlich an allen Ecken und Enden an sozialen Leistungen zu sparen um damit die Schulden abstottern zu können, welche die Regierungen dafür auf genommen haben um den Kapitalismus nach seiner letzten großen Krise 2008 zu retten. Das solche Sparmaßnahmen schnell auch den Bildungsbereich treffen können zeigen die jüngsten Erfahrungen in Großbritannien. Im Zuge der Sparpakete wurden Sozialleistungen vergleichbar mit dem hiesigen Bafög gestrichen, der Uni-Etat gekürzt und gleichzeitig die Studiengebühren um das 3-fache angehoben.

Wir sagen diesen Verhältnissen weiterhin den Kampf an und wollen diesem durch den Protest gegen die G20 einen internationalen Charakter geben! Sitzen doch dort die Menschen um einen Tisch, welche für die internationale „Krisenbewältigungspolitik“ sowie die Sparpakete verantwortlich sind, welche in den Jahren seit der Weltwirtschaftskrise 2008 die Menschen in Massen auf die Straße gebracht hat.

Um die Krisenbewältigungspolitik und die damit verbundenen Sparpakete bekämpfen zu können, reicht es nicht aus national mit vereinzelten Protesten an kleinen Stellschrauben zu versuchen nachzujustieren. Der Protest muss seine gesamte internationale Relevanz begreifen! Auch der Bildungsstreik ist ein Teil dieses internationalen Protestes! Daher rufen wir zur „no g20“ – Demo auf.

Demonstration „No G20 – Die Krise heißt Kapitalismus. Für die soziale Revolution.“
Samstag 05.11.11 | 14 Uhr | Freiburg | Platz der alten Synagoge